BEITRÄGE

Lesen Sie hier Erfahrungen und Gedanken, die unserer Beratungspraxis entspringen. Lassen Sie sich inspirieren und geben Sie uns gerne Ihr Feedback per Email. Wenn Sie über Aktuelles regelmäßig informiert werden möchten, dann folgen Sie uns über Xing oder Linkedin.

03.08.2020 | Verfasser: Martin Schwarzensteiner

Wandlungsfähigkeit

Die eigene Kanzlei für die Herausforderungen der Zukunft fit machen

„Prognosen sind schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen.“ Das Zitat von Karl Valentin ist sehr entwaffnend und befreit von der Vorstellung, dass irgendjemand die Zukunft kennt. Gleichwohl ist es notwendig, auf Veränderungen vorbereitet zu sein. Ich nenne das „Wandlungsfähigkeit“   >> mehr

Für den Anfang möchte ich zur Verdeutlichung einige Beispiele nennen, welche die Wandlungsfähigkeit einer Kanzlei stark behindern: Probleme unter den Partnern, fehlende Führung oder fehlendes Vertrauen der Mitarbeiter in die Führung (Mitarbeiter tun, was sie für richtig halten), Probleme unter den Mitarbeitern, fehlendes (qualifiziertes) Personal, unzureichende Wirtschaftlichkeit einer Kanzlei, Technik und Software nicht up to date, klare Arbeitsprozesse, chronische Überlastung der Führung, usw.

Sofort ist uns klar, dass man einem echten Wandel nicht folgen kann, wenn einen solche Probleme behindern. Die Kanzlei ist zu stark mit sich beschäftigt und dadurch nicht in der Lage, sich umzustellen und neues anzunehmen.

Bitte denken Sie über die Wandlungsfähigkeit Ihrer Kanzlei nach. Lassen Sie sich nicht allzu sehr von aktuellen Themen treiben, wenn Sie intern wichtigere und / oder strukturelle Probleme zu klären haben. Da gibt es eine klare Priorität.

Natürlich unterstütze ich Sie gerne bei diesem wesentlichen Thema. Sie können hierzu den Workshop "Unternehmenskonzeption" besuchen oder mit mir einen internen Strategie-Workshop vereinbaren und dabei an Ihrer Wandlungsfähigkeit arbeiten. Melden Sie sich einfach bei mir.

Viel Erfolg für Sie.

Ihr
Martin Schwarzensteiner
Diplom-Betriebswirt (FH), QM-Auditor (TÜV)
 


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06.07.2020 | Verfasser: Martin Schwarzensteiner

Kanzleiführung mit System

Qualitätsmanagement als Fundament einer Kanzlei

Kanzleien wachsen und verändern sich (Anzahl der Mitarbeiter / Anzahl der Partner / Digitalisierung). Das erfordert in der Regel auch eine Anpassung der Strukturen. Es braucht eine Dokumentation der Abläufe und Vorgehensweisen. Es braucht einen Verantwortlichen für die Organisation. Es braucht eine einheitliche Kommunikation an die Mitarbeiter. Es braucht ein organisiertes Verbesserungswesen, um das Potential / Feedback der Mitarbeiter zu nutzen. Und es braucht eine gewisse Kontrolle, um die Wirksamkeit und Umsetzung der Vorgaben zu prüfen   >> mehr

Diese oben aufgeführten Strukturen sind wichtig für Qualität. Sie sind wichtig, um jegliche Anpassung und Weiterentwicklung leichter umsetzen zu können (Digitalisierung, DMS, …). Sie sind wichtig, um der Führung eine Perspektive für „normale“ Arbeitszeiten zu schaffen, ihr Sicherheit in der Umsetzung der Vorgaben zu verschaffen und um ihr einen angemessenen Ertrag zu ermöglichen.

Für Mitarbeiter bedeutet ein QM-System Klarheit in der Zusammenarbeit. Sie können über das Verbesserungswesen Einfluss auf das QM-System nehmen und es weiterentwickeln. Und schließlich ermöglicht ein gutes QM-System sich auf die Sache zu konzentrieren.

Der Einsatz von Checklisten ist gerade beim Personal ein heiß diskutiertes Thema. Checklisten haben eine gewisse Bedeutung, wenn es darum geht, nichts zu vergessen und Prozesse zu steuern. Sie können aber Wissen nicht ersetzen. Ein Haken ist mit Unwissenheit leichter gesetzt als mit Wissen! Im Kern geht es darum, die Mitarbeiter eigenverantwortlich arbeiten zu lassen und ihnen hierfür adäquate Hilfsmittel zur Verfügung zu stellen.

Für mich ist ein gutes und funktionierendes QM-System eine wesentliche Voraussetzung, um den Wandel und die Entwicklung in der Steuerberatung bestmöglich zu schaffen.

Viel Erfolg für Sie.

Ihr
Martin Schwarzensteiner
Diplom-Betriebswirt (FH), QM-Auditor (TÜV)
 


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02.07.2020 | Verfasser: Martin Schwarzensteiner

Druck aushalten können

Personalsuche in Zeiten hohen Bearbeitungsdrucks

Als Steuerberater sind Sie Fachmann und Führungskraft in einem. Da Sie in der Regel mit den fachlichen Arbeiten ausreichend ausgelastet sind, bleibt oft wenig Zeit und Kraft für die Führung der Kanzlei. In meiner Beratungspraxis beobachte ich deshalb immer häufiger, dass wichtige Führungsentscheidungen beeinflusst von großem Zeitdruck getroffen werden – einfach um das Thema vom Tisch zu haben.   >> mehr

Wenn Sie Personal brauchen und keine qualifizierten Bewerber haben, wäre es sinnvoll, niemanden einzustellen. So viel zur Theorie. Leichter ist es, dem eigenen Druck und dem der fordernden Mitarbeiter nachzugeben und einzustellen. Das hat aber große Nachteile, die ich hier kurz schildern möchte.

In der Kanzlei herrscht großer Bearbeitungsdruck. Der neue Kollege wird also sofort mit seinen neuen Aufgaben beglückt. Die Zeit für eine vernünftige Einarbeitung in die Kanzleiabläufe und die übergebenen Mandate hat aufgrund des bestehenden Drucks keiner. Alle sind irgendwie froh, dass das Problem gelöst ist. Langsam tauchen erste Zweifel an der Qualifikation des neuen Mitarbeiters auf. Nach einem halben Jahr wird der Chef aufgefordert, ein Gespräch zu führen, dass es so nicht geht. Die Hoffnung stirbt auch noch nicht, weil sie nicht sterben darf. Also wird noch ein halbes Jahr versucht mit dem Mitarbeiter, der nicht performt, irgendwie zurecht zu kommen.

Dann kommt die Einsicht – es geht nicht weiter. In dem Jahr hat der Mitarbeiter der Kanzlei nicht wirklich geholfen, weil er ständig Kollegen und Chefs mit Fragen beschäftigt / genervt hat. Zum Teil hatten die Mitarbeiter das Gefühl, sie hätten in der Zeit die Arbeit auch gleich selbst machen können. Schlimm wird es dann, wenn der Mitarbeiter weg ist. Dann sehen wir dessen Arbeit in der Buchhaltung und jetzt geht die Arbeit und der Ärger erst richtig los. Am schlimmsten wiegt das Problem, dass die Kanzlei über 1 Jahr verloren hat, weil in dieser Zeit nicht weiter nach qualifizierten Mitarbeitern gesucht wurde.

Das Problem wurde durch die Einstellung nicht gelöst, es wurde nur vertagt. Manchmal ist es schwerer nicht zu handeln, als etwas zu tun. Dafür gibt es sicher noch weitere Beispiele. Versuchen Sie in solchen Situationen den Druck auszuhalten. Das ist schwer, aber es ist wichtig, dass Sie sich an Ihre Werte halten.

Übrigens wäre es auf jeden Fall besser, sich von unliebsamen / unwirtschaftlichen Mandanten zu trennen, als nicht qualifiziertes Personal einzustellen.

Viel Erfolg für Sie.

Ihr
Martin Schwarzensteiner
Kanzleiberater | Diplom-Betriebswirt (FH), QM-Auditor (TÜV)


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01.06.2020 | Verfasser: Martin Schwarzensteiner

Neues Denken in der Kanzleiführung

Auswirkungen der Digitalisierung auf die Chefs

Die Digitalisierung scheint in erster Linie eine Herausforderung für die Buchhalter zu sein. Das Thema ist bereits viel diskutiert. Worüber bisher wenig nachgedacht wurde ist die Tatsache, dass die Digitalisierung insbesondere bei der Kanzleiführung ein Umdenken notwendig macht.   >> mehr

Es ist naiv zu denken, dass der Buchungsroboter den Buchhalter 1 zu 1 ersetzt. Er wird vermutlich in einer weit entwickelten Version tatsächlich eine ähnlich gute Verbuchung der Belege möglich machen. Die zentrale Frage ist aber: Werden Sie als Kanzleichef dieser Verbuchung vertrauen? Sind Sie schon bereit dafür, Risiken einzugehen, die eine maschinelle Verarbeitung mit sich bringt? Denn nur dann ist eine erhebliche Effizienzsteigerung möglich.

Möglich ist das. Aber es erfordert eine andere Art von Führung. Eine Führung, die alles daransetzt, nur keine Fehler zu machen, wird es schwer haben. Dort können Mitarbeiter nicht von der Vollkontrolle lassen, weil es ihnen ja später wieder auf die Füße fällt. Es braucht eine Führung, die bereit ist, vertretbare Risiken einzugehen und die Mitarbeiter darin anleitet diese zu erkennen.

Bereits jetzt macht der Computer bei Bankkontoumsätzen Verbuchungsvorschläge, aber nur wenige Kanzleichefs arbeiten wirklich mit den Buchhaltern zusammen und trainieren und entwickeln deren Fähigkeiten, damit die volle Effizienz gezogen werden kann. Dabei wird der Buchungsroboter wohl auch eine ähnliche, natürlich deutlich höher entwickelte Form von Buchungsvorschlägen machen.

Es geht darum, dass wir uns antrainieren mehr zu plausibilisieren, Risiken zu erkennen. Weg von der Vollkontrolle. Vielleicht müssen wir die Buchhaltungen in unterschiedliche Risikokategorien (hoch, mittel, niedrig) einteilen und daraus die notwendigen Maßnahmen ableiten. Stichproben sind ein sehr effektives Mittel des Risikomanagements.

All damit werden wir uns stärker vertraut machen müssen, wenn wir von den Möglichkeiten der Automatisierung profitieren wollen. Damit können und sollten Sie schon heute beginnen. Wenn ein Buchhalter die Bankkontoumsätze alle einzeln bestätigt, dann zieht die Kanzlei nur einen Bruchteil des möglichen Vorteils.

Bitte machen Sie sich bewusst, dass die Absicherungspolitik der Mitarbeiter insbesondere die Folge der „Fehler- und Risikokultur“ der Führung ist. Vielleicht braucht es auch in Ihrer Führung ein „Neues Denken“.

Melden Sie sich bitte, wenn Sie dazu eine Meinung haben oder einen Austausch hierzu suchen. Gerne unterstütze ich Sie, dieses Denken zu entwickeln, zu formen und an Ihre Mitarbeiter weiterzugeben. Schreiben Sie mir einfach eine Email.

Viel Erfolg für Sie.

Ihr
Martin Schwarzensteiner
Diplom-Betriebswirt (FH), QM-Auditor (TÜV)


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22.04.2020 | Verfasser: Martin Schwarzensteiner

BESSER SELBER DENKEN

Warum es insbesondere für Fibu und Lohn kaum mehr Fachkräfte gibt

Ein Zitat von Buddha sagt „Wir sind, was wir denken.“
Wenn das so ist, dann ist der Fachkräftemangel eine Folge unseres Denkens. Wer hat denn gedacht, dass auch heute Fibu und Lohn noch einen so beträchtlichen Anteil am Umsatz ausmachen? Die Experten sagen seit Mitte der 90er Jahre voraus: Sucht Euch Ersatz für diesen Umsatz (z. B. Beratung), weil der wegfallen wird. Konsequenterweise wurde in der Branche kaum noch ausgebildet.   >> mehr

Es erscheint auf den ersten Blick tatsächlich logisch: Einfache Tätigkeit plus neue Technologien = Automatisierung. Das bedeutet wir brauchen in Zukunft kaum noch Buchhalter. Ist der Unterschied zwischen Theorie und Praxis in der Praxis doch größer als in der Theorie? Wo steckt da nur der Denkfehler?

Natürlich steckt in der Buchhaltung ein großes Automatisierungspotential. Kein Buchhalter ist böse, weil die Kontoauszüge nicht mehr eingetippt werden müssen. Es ist toll, wenn der Beleg direkt mit der Buchung verknüpft ist und 10.000 Paypal-Zahlungen importiert werden können.
Ich denke, es wäre sogar ein Vertrauensbruch, wenn wir nicht versuchen würden, dem Mandanten durch moderne und effektive Arbeitsweisen das Honorar in Grenzen zu halten. Es ist vielleicht sogar gut, dass viele Arbeiten unterstützt und mehr automatisiert ablaufen. So kommt der Kern der Aufgabe besser zum Vorschein.

Warum bleibt der Buchhalter wichtig für den Mandanten? Der Mandant bekommt die Sicherheit und die Unterstützung, dass er seine gesetzlichen Verpflichtungen fristgerecht und richtig erfüllt. Deshalb schenkt er Ihnen sein Vertrauen, deshalb braucht er Sie und deshalb wird ihm das immer etwas Wert sein. In der Kanzlei können sich alle auf korrekte Zahlen verlassen.

Wird sich die Aufgabe der Buchhalter verändern? Natürlich, das tut sie doch schon seit vielen Jahren. Wird der Auftrag, für eine fristgerechte Abgabe, eine richtige und möglichst effektive Verbuchung / Kontenabstimmung sowie für die umsatzsteuerliche Richtigkeit zu sorgen wegfallen? Natürlich nicht.

Ich hoffe, meine andere Sicht der Dinge trägt zu Ihrer Meinungsbildung bei.

Bitte melden Sie sich per E-Mail, wenn Sie sich hierüber austauschen wollen. Oder geben Sie mir Feedback.

Viel Erfolg für Sie.

Ihr
Martin Schwarzensteiner
Diplom-Betriebswirt (FH), QM-Auditor (TÜV)


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06.04.2020 | Verfasser: Martin Schwarzensteiner

Größtes Haftungsrisiko

Worauf Kanzleiinhaber besonders achten sollten

Für Fibu, Lohn, Jahresabschluss und Steuererklärungen gibt es in der Regel viele interne Vorgaben zur Qualitätssicherung, es gibt das 4-Augen-Prinzip und im Lohn zeitnahe Prüfungen. Die Mitarbeiter können sich untereinander oder mit dem Chef austauschen. Es ist Routine. Das Risiko ist kalkulierbar. Das größtes Haftungsrisiko einer Steuerkanzlei liegt im Beratungsbereich.
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Gestaltungsberatungen. Unternehmensnachfolge. Rechtsformberatung, Expertisen zur Umsatzsteuer usw. Das ist keine Routine. Es gibt keine Standardisierung, kaum interne Kontrolle, wenig Erfahrung. Die Beratung liegt im Regelfall in den Händen der Kanzleiführung. Wenig Zeit und viel Druck. Kaum eine Möglichkeit zum fachlichen Austausch.

Natürlich ist es gut und wichtig, dass Sie Ihre Mandanten beraten. Auch und insbesondere aktiv. Dies ist allerdings mit einem deutlich höheren Risiko verbunden. Das sollte Ihnen bewusst sein und mit dem Mandanten kommuniziert werden.

Dann ist es sowohl für den Mandanten als auch für Sie ok, dass man eine Expertise einholt und ggf. sogar eine gesonderte Einzelfall-Haftpflicht auf Kosten des Mandanten abschließt. Für den Mandanten ist das eine wichtige Sicherheit, für die er auch ein höheres Honorar in Kauf nehmen sollte.

Das alles ist nur sinnvoll, wenn den Mandaten die Beratung etwas wert ist. Ist sie das nicht, dann ist das auch eine wichtige Information: Nicht für etwas ins Risiko gehen, was nicht honoriert wird.

Ich hoffe, diese Ausführungen sensibilisieren Sie für das größte Haftungsrisiko, das ich in Steuerkanzleien sehe. Bitte nehmen Sie per Email Kontakt auf, wenn Sie sich austauschen möchten oder meine Unterstützung im Bereich Strategie und Organisation wünschen.
Viel Erfolg für Sie.
Ihr
Martin Schwarzensteiner
Diplom-Betriebswirt (FH), QM-Auditor (TÜV)
 


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13.03.2020 | Verfasser: Martin Schwarzensteiner

Wo bleibt die Effizienz im JA?

Warum der Deckungsbeitrag im JA gut aussieht, es aber vielleicht nicht ist

Ordentliche Kontenabstimmung, Anforderung fehlender oder fehlerhafter Belege, Erfassung des Anlagevermögens, Kopien / Scanns notwendiger Unterlagen für den Jahresabschluss, usw. In der Fibu hat sich viel verbessert. Die Zeiten für die Erstellung von Jahresabschlüssen sollten dadurch deutlich sinken, haben sich bei vielen Abschlusssachbearbeitern aber nicht merklich verringert. Woran liegt das?   >> mehr

Mit Jahresabschlüssen werden gute Deckungsbeiträge erzielt. Die beiden Hauptgründe hierfür liegen jedoch in der deutlich verbesserten Fibu sowie in den besser durchsetzbaren Honoraren. Die Effizienzmöglichkeiten im Jahresabschluss rücken dadurch jedenfalls etwas aus dem Blickfeld. 

Eine zentrale Bedeutung kommt der Frage zu, wie ich die Abschlusserstellung angehe. Erstelle ich eine Bilanz oder eine „Oberbuchhaltung“? Viele Mitarbeiter sind über die Buchhaltung in die Abschlusserstellung gekommen. Für manche bedeutet dann ein Abschluss eher die „Fertigstellung“ der Finanzbuchhaltung: alle Konten ordentlich, alles abgestimmt, usw. Folglich wird viel Zeit investiert für Sachverhalte, die keine Bedeutung haben für die Bilanz, dafür wenig für wirklich wichtige Posten.

Das Medium Email hat viele Vorteile. Arbeitet der Mandant aber nicht wie gewünscht mit, kann es zu Email-Ping-Pong zwischen Sachbearbeiter und Mandant kommen. Der Abschluss wird nicht fertig, es werden mehrere Abschlüsse parallel bearbeitet. Dann ist es besser, die Sache persönlich (Telefon) zu klären. Häufige und zu lange Unterbrechungen wirken sich beträchtlich auf die Bearbeitungszeiten aus.

Es herrscht eine starke Absicherungsindustrie in den Kanzleien, um mögliche Haftungsrisiken zu vermeiden. Muss ich eine unterschriebene Bilanz in den Akten vorhalten? Brauchen wir in jedem Fall eine Vollständigkeitserklärung? Kann ich die Freigabe zur Übermittlung von Steuererklärungen, E-Bilanz, Offenlegung und DiFin einfacher, vielleicht einmalig mit dem Mandanten regeln? Das alles führt dazu, dass nach der eigentlichen Fertigstellung der Abschlüsse noch erhebliche Zeiten anfallen.

Vielleicht haben Sie für Ihre Kanzlei einige Punkte entdeckt, die Ihnen helfen festzustellen, wo die Effizienz im JA bleibt. Melden Sie sich bitte per Emaill, wenn Sie Unterstützung wünschen. Oder geben Sie mir Feedback.

Viel Erfolg für Sie.

Ihr
Martin Schwarzensteiner
Diplom-Betriebswirt (FH), QM-Auditor (TÜV)
 


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10.02.2020 | Verfasser: Martin Schwarzensteiner

Qualifiziertes Personal finden

Wie Ihre Kanzlei den Wettbewerb um Mitarbeiter gewinnt

Die Aussage, dass es „kein Personal“ gibt, höre ich oft und sie ist auch irgendwie richtig. Es stehen in der Tat keine qualifizierten Mitarbeiter herum und warten auf ein Stellenangebot. Die sind alle in Arbeit. Es gibt allerdings Personal. Nur eben nicht auf dem freien Arbeitsmarkt. Die Mitarbeiter, die zur Verfügung stehen, sind wechselwillige Mitarbeiter   >> mehr

Also ist die richtige Fragestellung „Wie finden wechselwillige Mitarbeiter zu unserer Kanzlei?“. Das ist eine aktivierende Frage („es gibt keine Mitarbeiter“ ist ein Sackgassen-Gedanke).
Wechselwillige Mitarbeiter suchen: Sie sehen sich Homepages von Steuerberatern an, deren Namen sie kennen. Sie äußern ihre Unzufriedenheit ihrem Umfeld gegenüber (u. a. auf Seminaren anderen Teilnehmern oder Mitschülern in der Berufsschule gegenüber). Sie durchsuchen online Stellenanzeigen.

Daraus ergeben sich einige Aspekte, die Sie für Ihre Kanzlei prüfen sollten: Ist Ihre Homepage attraktiv für wechselwillige Mitarbeiter oder dient sie immer noch ausschließlich dem Mandantenmarketing? Geben Sie auf Ihrer Homepage bekannt, dass Sie Mitarbeiter suchen. Dauerhaft.

Nutzen Sie online-Portale, um gezielt zu suchen. Sie werden es kaum glauben, aber das derzeit erfolgreichste Portal bietet die Arbeitsagentur. Kostenlos. Viele private online-Portale (wie z. B. meinestadt.de nutzen die Anzeigen der Arbeitsagentur, um ihre Seiten mit Inhalten zu füllen. So wird eine erstaunliche Reichweite erzielt.

Helfen Ihre Mitarbeiter bei der Personalsuche? Nutzen sie ihre privaten und beruflichen Kontakte, um die Kanzlei zu empfehlen?

Und schließlich: Suchen Sie sich jemanden in Ihrer Kanzlei, der die Aufgabe der Personalsuche für Sie übernimmt. Das erhöht Ihre Chancen beträchtlich, weil die Kanzleiführung aus zeitlicher Not meist nur Anlass bezogen an der Sache arbeiten kann.

Sie möchten Unterstützung für die Strukturierung Ihrer Personalprozesse? Dann schreiben Sie mir ein Email oder vereinbaren Sie einen Telefontermin.

Viel Erfolg für Ihre Personalsuche!

Ihr
Martin Schwarzensteiner
Diplom-Betriebswirt (FH), QM-Auditor (TÜV)
 


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02.09.2019 | Verfasser: Martin Schwarzensteiner

Ausbildung

Zentrale Maßnahme im Kampf gegen den Fachkräftemangel

Laut der Berufsstatistik 2016 der Bundessteuerberaterkammer gibt es rund 54.000 Steuerkanzleien mit rund 6.000 Auszubildenden für Steuerfachangestellte im 3. Lehrjahr. Es ist daher strategisch für die eigene Kanzlei gefährlich zu hoffen, dass sich der Arbeitsmarkt für Steuerkanzleien wieder wesentlich verbessern wird. Auch finde ich es sehr riskant die Digitalisierung als Grund für geringen Personalbedarf anzuführen. Gerade für diesen Transformationsprozess werden Sie junge und qualifizierte Kräfte brauchen.   >> mehr

Meine Empfehlung ist daher, wieder oder weiter verstärkt auf die eigene Ausbildung zu setzen. Das ist aus meiner Sicht die wichtigste langfristige Investition einer Steuerkanzlei. Sie sorgt dafür, dass Sie immer ausreichend und vor allem qualifiziertes Personal zur Verfügung haben.
Bei der Suche nach Auszubildenden, die jetzt für Herbst 2018 startet, befinden Sie sich bereits im Wettbewerb mit vielen Firmen. Dabei höre ich oft resignierende Stimmen. Warum nehmen Sie den Wettbewerb nicht einfach an? Haben Sie denn nichts zu bieten? Finden Sie Ihren Beruf langweilig? Lassen Sie sich von Ihren Mitarbeitern unterstützen, um an Kandidaten ranzukommen.

Schauen Sie sich die jungen Leute an, bevor Sie sie einstellen. Das ist wichtig, um die notwendigen Eigenschaften für Ihren Beruf zu testen: Zuverlässigkeit, Genauigkeit, Fleiß. Laden Sie potentielle Kandidaten zu einem kurzen Praktikum ein. Dabei können Sie die Schüler einschätzen und gleichzeitig für die Ausbildung gewinnen.

Schließlich ist es notwendig die Ausbildung zu organisieren. Ausbildung kostet Zeit und Mühe, deshalb sollte sie so gestaltet sein, dass am Ende das Ergebnis stimmt. Eine einfache Faustregel für die Ausbildung besteht darin, jedes Ausbildungsjahr zu besetzen. Das hat den Vorteil, dass feste Aufgaben (Mandate) für jedes Ausbildungsjahr zugeordnet werden können. Das bringt Routine in die Ausbildung und die Auszubildenden können sich auch gegenseitig helfen.

Sie werden vielleicht sagen, so viele Kräfte brauche ich dann auch wieder nicht. Möglicherweise ist nicht jede Einstellung ein voller Erfolg. Möglicherweise ändern die jungen Leute ihre beruflichen Vorstellungen oder wollen noch ein Studium anschließen. Und wenn Sie sich die Mühe machen, eine mittelfristige Personalplanung zu erstellen, dann werden Sie vielleicht überrascht sein, wie viele langjährige und erfahrene Mitarbeiter Sie in den nächsten Jahren adäquat ersetzen müssen.

Bitte beachten Sie nochmals, dass jetzt die Zeit für die Suche nach Auszubildenden ist. Warten Sie nicht zu lange, sonst verlieren Sie ein ganzes Jahr. Eine gute Ausbildung bringt Ihnen wertvolle Mitarbeiter und bindet diese an das Unternehmen.

Wenn Sie meine Unterstützung für das Thema „Ausbildung“ oder eine kostenlose Vorlage für die „Mittelfristige Personalplanung“ wünschen, dann schreiben Sie mir eine Nachricht oder vereinbaren Sie einen Telefontermin.

Viel Erfolg für Sie.

Ihr
Martin Schwarzensteiner
Diplom-Betriebswirt (FH), QM-Auditor (TÜV)
 


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10.04.2017 | Verfasser: Martin Schwarzensteiner

Offener Brief an DATEV, Addison & Co

Kritik an den Softwareherstellern

Liebe Softwarehersteller,
es ist faszinierend zu beobachten, wie deutlich Sie derzeit Ihren Kunden, den Steuerberatern, die Zukunft vorhersagen. Digitalisierung. Wer den Anschluss verpasst wird vom Markt verschwinden. Diese Vision legen Sie in Roadshows und Vorträgen Ihren Kunden nahe. Die Steuerberater sollen Ihre Entwicklungen anwenden und möglichst auch die Mandanten dafür gewinnen (Unternehmen online, One-Klick). Ziemlich uneigennützig wie ich vermute. „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit“ so die mehr oder weniger deutliche Drohung an Ihre Kunden, Ihre Produkte einzusetzen.   >> mehr

Was versteht man denn eigentlich unter Digitalisierung? Software verwenden für die Buchführung und Steuererklärungen: Machen wohl alle. Steuererklärungen und Bilanzen ans Finanzamt übertragen: Müssen alle. Offenlegungsbilanzen an den Bundesanzeiger: Ebenfalls. Daten vom Finanzamt abrufen (Bescheidrückübertragung, Steuerkonto online und Vorausgefüllte Steuerklärung): Machen viele. Elektronische Aktenführung und –archivierung in den Kanzleien: Machen einige. Bankkonten in die Fibu einspielen: Machen viele. Liebe Softwarehersteller bis hierhin funktioniert auch alles ganz gut.
Ihnen liebe Softwarehersteller geht es vermutlich bei dem Stichwort Digitalisierung aktuell hauptsächlich um die Zusammenarbeit zwischen Steuerkanzlei und Mandant. Die Belege importieren oder scannen (digitalisieren), mit der Buchung verknüpfen und dann die Auswertungen den Mandanten bis hin zum Belegzugriff zur Verfügung zu stellen. Digital natürlich. Und es geht auch um den Lohn, wo Mandanten die Dateneingabe selbst vornehmen können oder zumindest die vorerfassten Daten eingespielt werden können. Bis hin zu einer digitalen Personalakte, in der Verträge und sonstige Dokumente abgelegt und wieder gesucht werden können. Alles Digital.
Nur komisch, dass die Steuerberater und Mandanten sich mit dieser Digitalisierung so schwer tun. Wo doch schon so viel Digitalisierung funktioniert hat. Dafür gibt es natürlich viele Erklärungen. Die Schuldigen sind schnell ausgemacht: Mandanten, die nicht mitmachen. Mitarbeiter, die sich nicht dafür engagieren und die Mandanten nicht dafür gewinnen. Die Steuerberater selbst, die sich nicht darum kümmern.
Aber vielleicht verwenden Sie als Softwarehersteller auch zu viel Zeit in Vorhersagen. Es ist nicht freundlich, den Kunden durch die Blume zu sagen, dass sie zu dumm sind für Ihre Produkte. Vielleicht sollten Sie einfach mal darüber nachdenken, ob Sie noch keine geeignete Lösung hierfür anbieten. Anwenderorientiert, wodurch Steve Jobs „Apple“ groß gemacht hat. Dann lassen sich diese Lösungen auch verkaufen. Und Sie liebe Softwarehersteller retten damit Ihre Existenz. Denn ich denke nicht, dass eine Steuerkanzlei mit langjährigem Vertrauen der Mandanten gleich vom Markt verschwindet, nur weil sie nicht als erste eine revolutionäre Software einsetzt. Deutlich wahrscheinlicher ist es, dass der Softwarehersteller vom Markt verschwindet, wenn er nicht derjenige ist, der diese bieten kann.
Ihr
Martin Schwarzensteiner
Diplom-Betriebswirt (FH), QM-Auditor (TÜV)
 


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